Warum wird geplant?

Für den Bau der A 33 Nord gibt es mehrere Gründe. Einer der wichtigsten ist die zunehmende Verkehrsbelastung in Osnabrück und Umgebung. So hat allein zwischen 1995 und 2010 das Verkehrsaufkommen auf der südlich an Osnabrück vorbeiführenden A 30 um etwa 17 Prozent zugenommen. Kommt es hier – oder auch auf der nahen A 1 – zu Störungen, weicht der Verkehr aus. Betroffen sind dann sowohl die Straßen im Osnabrücker Stadtgebiet als auch das Straßennetz der umliegenden Gemeinden Wallenhorst, Belm, Bissendorf und Lotte. In diesem Fall müssen die Umgehungsstraßen zwischen fünfzig- und sechzigtausend Fahrzeuge zusätzlich pro Tag aufnehmen. Die A 33 Nord wurde deshalb auch vom Bund im Bundesverkehrswegeplan 2003 in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft.

Auch im bereits vorliegenden Referentenentwurf zum neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die A 33 Nord wieder im "Vordringlichen Bedarf" enthalten!

Wenn die A 33 zwischen der A 44 und der A 30 bei Osnabrück einmal durchgehend befahrbar sein wird, nimmt der Verkehr weiter zu. Das aktuelle Verkehrsgutachten erwartet für das Jahr 2030 ein durchschnittliches tägliches Verkehrsaufkommen von bis zu 80.000 Kraftfahrzeugen auf der A 30, bis zu 52.200 Fahrzeugen auf der A 33 und bis zu 78.400 Fahrzeugen auf der A 1. Die A 33 Nord wird – hiervon gehen Planer und Befürworter aus – zukünftig die regionalen Straßen nicht nur im Falle von Verkehrsstörungen auf den Autobahnen entlasten.

Diese Entlastung kommt dabei nicht nur den Verkehrsteilnehmern zugute. Es wird auch erwartet, dass die Anwohner im Großraum Osnabrück von der Abnahme des innerörtlichen Verkehrs profitieren. Bestehende Ortsdurchfahrten sollen entlastet, Unfallrisiken gemindert und insgesamt die Umwelt weniger stark belastet werden.

Auf Grund der besseren Erreichbarkeit von Osnabrücker- und Wittlager Land sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr profitieren Unternehmen, Handel und private Haushalte zusätzlich von einer A 33 Nord.