Alternativen zur A33 Nord

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden von der Raumordnungsbehörde, dem Landkreis Osnabrück, mehrere Alternativen zum Neubau der A 33 Nord geprüft. Grundlage dieser Prüfung und Abwägung war ein Verkehrsgutachten, dass in den Jahren 2005 bis 2007 im Auftrag der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erstellt wurde. Im Rahmen einer Verkehrsprognose wurde hierbei abgeschätzt, wie sich Verkehr und Straßennetz in und um Osnabrück bis zum Jahr 2025 entwickeln werden. Berücksichtigt waren dabei auch wichtige, wahrscheinlich bis 2025 realisierbare Straßeninfrastrukturmaßnahmen. Hierzu zählen u. a.

  • Neubau der B 51, Ortsumgehung Belm
  • Lückenschluss der A 33 zwischen Borgholzhausen und Bielefeld
  • Lückenschluss der A 30 mit der A 2 bei Bad Oeynhausen
  • sechsstreifiger Ausbau der A 1 zwischen Kamen und dem Autobahndreieck Ahlhorner Heide

Null-Alternative

Bei der Null-Alternative wurde untersucht, ob der Lückenschluss der A 33 zur A 1 überhaupt erforderlich ist. Die im Verkehrsgutachten prognostizierten Verkehrsstärken führten zu dem Ergebnis, dass mit der Null-Alternative die Ziele des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes nicht erreicht werden. Laut Landesplanerischer Feststellung aus dem Jahr 2009 stellt sie deshalb keine Alternative zum Lückenschluss der A 33 dar.

Nullplus-Alternative "Sechsstreifiger Ausbau der A 30"

Als weitere Alternative zur A 33 Nord wurde auch der sechsstreifige Ausbau der A 30 zwischen den Autobahnkreuzen Lotte/Osnabrück und Osnabrück-Süd untersucht.

Auch hier kommt das bisherige Verkehrsgutachten zu dem Schluss, dass die Ziele des Bundesverkehrswegeplans mit Blick auf die für eine Autobahn wichtigen überregionalen Verkehrsbeziehungen nicht erreicht werden, hinsichtlich der regionalen Verkehrsbeziehungen nur mit erheblichen Einschränkungen. Laut Landesplanerischer Feststellung stellt daher der sechsstreifige Ausbau der A 30 keine Alternative zum Neubau der A 33 dar.

Alternativen zur A33 Nord

Nord-Ost-Alternative

Als dritte Alternative wurde eine Linienführung der A 33 östlich um den Belmer Ortsteil Icker herum untersucht mit einer Querung des Mittellandkanals nördlich von Kalkriese und einem Anschluss an die A 1 nördlich von Bramsche. Hierbei fiel die Umweltrisikoabschätzung deutlich negativ aus, was in erster Linie aus der fast doppelten Trassenlänge (18 km) gegenüber der Vorzugsvariante herrührt. Hinzu kommen ein hoher wirtschaftlicher Aufwand (u. a. durch die erforderliche Brücke über den Mittellandkanal) sowie die Einschätzung, dass auch aus verkehrlicher Sicht die Ziele des Bundesverkehrswegeplans auf diese Weise nicht erreicht werden können, so dass auch diese Alternative im Raumordnungsverfahren verworfen wurde.