Vorplanung, Raumordnungsverfahren und Linienbestimmung

In den Jahren 2005 bis 2007 erarbeitete die Landesbehörde in Osnabrück mehrere Möglichkeiten der Trassenführung für die A 33 Nord. Dies geschah im Vorfeld des so genannten Raumordnungsverfahrens innerhalb der Vorplanungsphase.

Nachdem sich keine der geprüften Alternativen als geeignet erwies, wurden zusätzlich noch fünf Streckenvarianten untersucht. Sie alle liegen innerhalb des gewählten Trassenkorridors der A 33 Nord.

Varianten

Aus diesen fünf Streckenführungen konnte schließlich die Variante IV als die aus Umweltsicht günstigste Variante gefunden werden. Die Umweltverträglichkeitsstudie ergab, dass bei diesem Verlauf der Einfluss auf vorhandene Siedlungsflächen sowie regionale Tier- und Pflanzenarten am geringsten ist.

In dem bis Anfang 2009 folgenden Raumordnungsverfahren wurden die einzelnen Varianten ausführlich abgewogen und bewertet. Das Raumordnungsverfahren selbst ist eine Art Verträglichkeitsgutachten für Bauvorhaben. Es untersucht, welche positiven und negativen Auswirkungen ein Projekt in wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer oder auch kultureller Hinsicht haben kann und ob es mit bestehenden Gesetzen und Vorgaben sowie anderen Planungen im Einklang steht.

Im Januar 2009 legte sich die Raumordnungsbehörde, der Landkreis Osnabrück, schließlich in Form einer "Landesplanerischen Feststellung" auf eine bevorzugte Trasse, in diesem Fall die Vorzugsvariante, fest.

Hintergründe und Details zu allen erfolgten Planungsschritten sind in den Protokollen der Arbeitskreissitzungen dokumentiert. Sie können – ebenso wie die Landesplanerische Feststellung der Vorzugstrasse – auf der Projekt-Homepage der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur A 33 unter dem Link www.strassenbau.niedersachsen.de abgerufen werden.

Auf das Raumordnungsverfahren folgte im Jahr 2012 die Linienbestimmung durch den Bund. Bei diesem Verfahrensschritt, der hier drei Jahre andauerte, prüft das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), ob eine vom Land bevorzugte Streckenführung auch vereinbar ist mit den Zielen des Bundesverkehrswegeplanes und den europäischen Vorschriften. Nach einer umfassenden Beteiligung aller Fachressorts (z. B. Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium) bestätigte das BMVBS im Dezember 2012 die vom Land Niedersachsen für die A 33 Nord favorisierte Trasse.