Pro und Contra

Keine A33

Hier finden Sie die Argumente von Kritikern und Befürwortern der A 33 Nord. Die Auflistungen erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, spiegeln aber die wesentlichen Aspekte wieder:

Argumente der Kritiker des Vorhabens

  • Verlust von Siedlungsflächen und siedlungsnahen Freiräumen, Lärmbeeinträchtigung von Siedlungsflächen und Wohnflächen im Außenbereich.
  • Zerschneidung bzw. Beeinträchtigung der Erholungsräume Wallenhorster Bergland, Schledehauser Hügelland und Netteniederung. Erhöhte Lärmbelästigung.
  • Verlust bzw. Beeinträchtigung von Amphibien- , Vogel- und Fledermauslebensräumen.
  • Das historische Ortsbild des Belmer Ortsteils Icker wird von der A 33 Nord stark beeinträchtigt. Die Autobahn zerschneidet die Bauernschaften Icker und Powe.
  • Die Trassenführung berührt Gebiete, die im Raumordnungsprogramm des Landkreises Osnabrück ursprünglich für den Tonabbau ausgewiesen waren.
  • Überplanung und Beeinträchtigung naturnaher Böden bzw. von Böden mit sehr hohem oder hohem Biotoppotential oder besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung.
  • Durch Bodenversiegelung kommt es zum Verlust von Grundwasserneubildungsflächen.
  • Potenzielle Beeinträchtigung des Grundwassers in Bereichen, in denen Schadstoffe leicht eindringen können.
  • Großflächige Eingriffe und Zerschneidungen in Nadelwaldbestände.
  • Sehr großer Einschnitt in die Natur: Zerschneidung der Landschaft, Zerstörung einer intakten Kultur- und Naturlandschaft.
  • Breite Schneise in ein bisher zusammenhängendes Waldgebiet.
  • Zerschneidung des FFH-Gebietes nordöstlich von Osnabrück: Natur und seltene Tiere werden negativ beeinträchtigt.
  • Eines der (wenigen) FFH-Gebiete Niedersachsens wird zerstört.
  • Zerschneidung des großen zusammenhängenden Naherholungsgebietes Osnabrücks.
  • Zerschneidung landwirtschaftlicher Nutzfläche und Existenzgefährdung landwirtschaftlicher Betriebe.
  • Weitere Zersiedelung im Osnabrücker Land.
  • Unwiederbringliche Zerstörung einer großen Fläche von fast 52 ha.
  • Große Belastungen für die Bewohner, die von der neuen Autobahn betroffen wären.
  • Lärmschutzwände sind aufgrund der geringen Anzahl der betroffenen Häuser nicht vorgesehen.
  • Der Dorfcharakter von Icker geht durch die Autobahn und die Autobahnauffahrt verloren.
  • Eine realistische Alternative ist vorhanden: Ausbau der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur (Null-Plus-Variante).

Argumente der Befürworter des Vorhabens

  • Der geplante Lückenschluss verbessert die überregionale Anbindung und stärkt den Wirtschaftsraum Osnabrück.
  • Der Lückenschluss des äußeren Fernstraßenringes entlastet das innerörtliche Straßennetz des Oberzentrums Osnabrück.
  • Der Landkreis erwartet von der A 33 Nord positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung der Grundzentren im Wittlager Raum. Durch das Bauvorhaben werden die Gemeinden Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln besser erreichbar sein und in ihrer Lage aufgewertet.
  • Von der verbesserten überörtlichen Anbindung der Orte Belm, Wallenhorst und Bramsche sowie der bessere Erreichbarkeit des Niedersachsenparks aus dem südöstlichen Raum verspricht sich der Landkreis eine deutliche Aufwertung des Standortes und eine Stärkung des Tourismus im Osnabrücker Land.
  • Der Landkreis Osnabrück sieht in der überregionalen Anbindung große Potenziale, was die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich Kanalhafen Bohmte betrifft. Hier treffen Wasserweg, Straße und Schiene aufeinander.
  • Verkehrsqualität in Osnabrück und Umgebung steigt. Bei Störungen, kann der Verkehr auf anderem Weg weitergeführt werden.
  • Entlastung der Straßen in Osnabrück und Umgebung zwischen 11 und 90 Prozent , vor allem in der Innenstadt von Osnabrück und für die an der L 87 und an der L 109 gelegenen Siedlungsgebiete.
  • Die erhöhte Verkehrsbelastung durch mehr Mobilität, Zunahme des LKW-Verkehrs, durch Fertigstellung der A 33 Süd und dem Ausbau der A 30 kann durch die A 33 Nord ausgeglichen werden.
  • Schnellere Verkehrsverbindung in alle Richtungen
  • Anbindung des Raumes östlich von Osnabrück an das überörtliche Verkehrsnetz
  • Bessere Verkehrsverbindung der Häfen im Norden (Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, Nordseehäfen Bremen, Bremerhaven, begrenzt auch Hamburg) mit den Häfen im Osten (Thüringen und Sachsen).
  • Bessere Verkehrsanbindung an den Hafen Bohmte/Leckermühle
  • Schub für die wirtschaftliche Entwicklung der Region: komfortable Verkehrsanbindung für Unternehmen, Gewerbeansiedlungen, Anstieg von Einkommen und Beschäftigung